Das Verkaufstalent

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Das Verkaufstalent
Supersalesman
Erstveröffentlichung: 7. Juli 1941 – 4. Oktober 1941
Entstehungsdatum: 1941
Storycode: YM 046
Story: Floyd Gottfredson & Merrill De Maris
Zeichnungen: Floyd Gottfredson & Bill Wright
Seiten: 78 Tagesstrips, 26 Seiten in der FGL
Deutsche Übersetzung: Manuela Buchholz
Weiterführendes
Liste der Fortsetzungsgeschichten von Floyd Gottfredson
Infos zu Das Verkaufstalent beim I.N.D.U.C.K.S.
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Das Verkaufstalent (engl. Supersalesman) ist eine Comicgeschichte von Floyd Gottfredson, Bill Wright und Merrill De Maris aus dem Jahr 1941, die unmittelbar an die Geschichte Liebeswirren anschließt.

Figuren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Handlung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Micky ist unruhiger denn je, noch immer beflügelt und euphorisch auf neue Abenteuer, zum Leidwesen von Minnie. Sie nimmt eine Stelle in der Werbeagentur Blitzgescheit an und manipuliert ihn, damit er dort ebenfalls anfängt. Schließlich gelingt es ihr, Micky als dritten Assistenten des Art Directors einzustellen zu lassen.

Damit beginnt für Micky eine völlig neue Art von Abenteuer. Statt exotischer Schauplätze und fantastischer Gefahren steht nun die moderne Arbeitswelt im Mittelpunkt, mit ihren Hierarchien, bürokratischen Hürden und alltäglichen Absurditäten. Micky passt sich erstaunlich schnell an. Er erträgt gutmütig die Streiche der Kollegen, erledigt niedere Arbeiten für den künstlerischen Leiter McSchüsselsprung und muss sich mit einem besonders temperamentvollen Eigentümer auseinandersetzen. Zugleich zeigt er jene Initiative und jenen gesunden Menschenverstand, die ihn schon immer ausgezeichnet haben.

Der Eigentümer Herr von Fusel ist launisch und mürrisch. Ein cholerischer Vorgesetzter, der seine Mitarbeiter gerne kleinmacht und auch schnell entlässt, wie seine eigene Ehefrau. Während die kreative Abteilung mit den Anforderungen der Geschäftswelt ringt, versucht Micky in seiner Freizeit, die Schwächen des arroganten Verkäufers Willi Winder auszugleichen. Dessen invasive und überholte Verkaufsmethoden erweisen sich als ungeeignet, wichtige Kunden zu gewinnen und die angeschlagene Agentur zu retten. Micky dagegen findet einen völlig anderen Zugang. Entgegen dem Druck der „modernen Überzeugungsmethoden“ erreicht er die Herzen potenzieller Kunden auf Umwegen und oft auf völlig unerwarteten Pfaden, menschlich und natürlich, direkt und zugleich vertraulich. So besitzt Micky schließlich genügend Initiative, um der Agentur einen entscheidenden Vertrag mit dem Unternehmen „Geräuschlos Kartoffelchips“ des Herrn Knusper zu verschaffen und sie vor Bankrott und Delogierung zu bewahren. Dabei gelingt es ihm, die Unzulänglichkeiten von Willis Methoden zu überwinden und zugleich seine Vorgesetzten positiv zu überraschen, den unterwürfigen Herrn Walter ebenso wie den mürrischen Herrn Fusel. Das Angebot den Job von Winder zu übernehmen, schlägt Micky dankend aus.

Hintergrund und Bedeutung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leonardo Gori und Francesco Stajano zufolge, werde Minnie in der Geschichte als besonders klug, selbstbewusst und unternehmungslustig dargestellt. Im Gegensatz zu früheren Darstellungen sei sie eine geschickte Strategin, die Micky dazu bringe, sich auf eine neue Arbeitsstelle zu bewerben. Auch Micky habe sich äußerlich verändert und wirke durch sein moderneres Design schlanker und lässiger. Außerdem werde hervorgehoben, dass die Arbeitswelt in der Geschichte realistisch dargestellt werde. Micky müsse sich dort gegen einen arroganten Konkurrenten und einen ausbeuterischen Vermieter durchsetzen. Dabei vermittle die Geschichte die Vorstellung, dass sich Ehrlichkeit, Fleiß und Gerechtigkeit letztlich gegen unfaire Methoden durchsetzen. Gori und Stajano sehen darin zudem Einflüsse des amerikanischen Progressivismus, bei dem Unternehmergeist und der Einsatz des Einzelnen für die Gemeinschaft eine wichtige Rolle spielten.[1]

Die Geschichte hat eine außerordentlich gute Bewertung auf Inducks und belegt derzeit (Stand August 2026) den Platz 1330.[2]

Deutsche Veröffentlichungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trivia[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Der künstlerische Leiter McSchüsselsprung, ist möglicherweise eine Karikatur des damals 36-jährigen Floyd Gottfredson, der zu jener Zeit als künstlerischer Leiter der Comicabteilung der Disney Studios tätig war.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. ↑ Gori L. & Stajano F. (2022). Neue Jobs, neue Rollen, neue Vorbilder. In F. Gottfredson, Floyd Gottfredson Library (A. Voigtmann, Übers., Bd. 6, S. 152). Berlin: Egmont Verlagsgesellschaften mbH.
  2. ↑ https://inducks.org/recommend.php?top100=1
  3. ↑ https://compendium.ilsollazzo.com/disney/scheda/Gottfredson_MickeyMouseSuperSalesman